Projekt Samstagspause #02

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Die Samstagspause ist der Versuch, mir nicht von übersteigertem Ehrgeiz, Leistungsdruck und/oder Arbeitsstress die Freude an den Hobbys nehmen zu lassen. Es ist der Versuch, einen Tag in der Woche für das zu reservieren, was ich liebe.

NON-BOOK: Was hat dich heute glücklich gemacht?

Ich muss gestehen, dass ich heute doch etwas gearbeitet habe - allerdings habe ich dies wirklich nur nebenbei gemacht. Heute bin ich den ganzen Tag zu Hause geblieben und habe die Aufzeichnungen von der letzten verpassten Vorlesung angemacht und nebenbei ein Bild fertig gemalt, was ich vor einiger Zeit angefangen hatte. Ich habe für das Bild ca. 4-5 Stunden gebraucht, die Aufzeichnung ging allerdings nur 1 1/2 Stunden, weshalb ich mir im Anschluss noch ein Hörbuch heruntergeladen und angefangen habe. 
Ich muss sagen, dass ich immer wieder unglaublich glücklich bin, wenn ich mal die Ruhe und die Inspiration finde, zu malen! Es ist total meditativ, man versinkt komplett in eine Tätigkeit... das liebe ich einfach.


Das WIP und das fertige Bild könnt ihr übrigens hier sehen :)

1. Was hast du heute gelesen?

Ich habe heute Bannwald von Julie Heiland fast in einem Rutsch durchgelesen. Zwischendrin kam eben noch das Bild, das ich gemalt habe. Hoffentlich wird auch nächste Woche mein Computer startklar sein, sodass ich das Buch nächste Woche rezensieren kann. (Mittlerweile staut sich schon ein Stapel voller gelesener & unzensierter Bücher) 

2. Wie hast du dich während des Lesens gefühlt?

Zwischenzeitlich habe ich mich von dem Sprachstil etwas gehetzt gefühlt, da Heilands Schreibstil sehr knapp und schnelllebig ist. Vor allem hat sie eine Vorliebe für Ellipsen. Ungefähr so. Abgehackt. Ohne Prädikate. Wirklich. Ganze Sätze? Nö. 
Das hat an einigen Stellen wirklich gut seinen Effekt erzielt, an anderen hat es mich einfach nur genervt :D Aber dazu dann mehr in der kommenden Rezension.
An und für sich habe ich die Zeit aber sehr genossen. Ich fühl mich richtig entspannt und ich mochte die Welt und die Atmosphäre von Bannwald sehr.

3. Was war das einprägendste Zitat? Warum?

"Glaubst du, dass wir zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort eine Chance gehabt hätten?", fragte ich stattdessen.
- Bannwald, Seite 287

An und für sich etwas, das ich nicht zum ersten mal gehört habe.
Vielleicht ist mir dieser in Erinnerung geblieben, weil es sonst keine großartig interessanten Zitate gab. 
Ich fand ihn an der Stelle aber einfach sehr süß und passend gesetzt :)

4. Worüber musstest du auch danach noch nachdenken?

Ich habe darüber nachgedacht, wie es wohl weitergeht. Für mich war das Ende recht unbefriedigend, weil ich die Handlung nur zum Teil als abgeschlossen erachte.
Außerdem habe ich über das Konzept nachgedacht, von den Völkern, die in dem Buch erwähnt worden sind. Ich mochte die Idee und das Konzept an sich sehr, deswegen habe ich darin noch ein wenig verweilt. :)



Was habt ihr heute gelesen?
Was hat euch heute glücklich gemacht?



HiGHLiGHTS der FBM + Skulduggery Party

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Was ein Wochenende.
Als ich in den Flieger stieg, hätte ich gar nicht erwartet, dass es wirklich so ein nervenaufreibendes, anstrengendes und gleichzeitig so tolles Erlebnis werden würde. Ich war schon ein paar mal auf der Buchmesse, stets am Samstag und Sonntag, aber dieses mal war die schönste Messe für mich. Dabei hatte ich dieses Mal gar nicht so sehr die Zeit, mir die Messe als solches anzusehen. Weder habe ich Bücher gekauft, noch habe ich irgendetwas Neues für mich entdecken können - aber dafür bin ich um einige Erlebnisse und Bekanntschaften reicher geworden. Ich habe Fotos mit Kiera Cass, durfte mit Derek Landy plauschen und saß im Flugzeug nur einen Sitz vor Ursula Poznanski. Und dazu auch noch ganz viele andere Menschen kennengelernt!
Ich bin ganz zivil hingegangen, ohne Akkreditierung, ohne meine fette Kamera, die mich in irgendeiner Weise hätte entlarven können, ohne einen Koffer voll Bücher. Einzig und allein ich, mein Freund und ein paar Erwartungen, ohne den Druck dahinter, etwas gezielt für den  Blog zu dokumentieren. Von daher gibt es nur ein paar Handybilder, die ich flüchtig geschossen habe.

Top 5 Krimi-/Thriller Neuerscheinungen im Oktober

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Die Tage werden immer kürzer, die Nächte immer länger, die Temperaturen immer kälter - und wenn ihr genauso tickt wie ich, dann kommt ihr erst jetzt so richtig in Krimi-/Thriller-Stimmung! Und darum zeige ich euch heute die fünf Bücher, mit denen ich mich diesen Monat sicherlich eindecken werde. 

    

Michael Tsokos | Zerschunden - True-Crime-Thriller
Annelie Wendeberg | Die lange Reise (Anna Kronbergs dritter Fall)
 Wulf Dorn | Die Nacht gehört den Wölfen 
Sebatian Fitzek  | Das Joshua Profil
Poznanski & Strobel | Fremd

Zerschunden: 
Die Story basiert wohl auf echten Ermittlungen und handelt von einem Serienkiller, der europaweit in der Nähe von Flughäfen alleinstehende Frauen ermordet und deren Leichen mit einer Signatur hinterlässt. Der Rechtsmediziner Fred Abel nimmt sich diesem Fall an, doch er merkt erst dann, dass sein bester Freund Hauptverdächtiger ist. Und dessen Tochter liegt im Sterben. Mich hat vor allem der Zusatz True-Crime interessiert, aber an und für sich glaube ich auch, dass der Stoff sehr viel zu bieten hat.

Die lange Reise:
verbirgt Spoiler-Gefahr, weshalb ich hier auf den Klappentext auf der Verlagsseite verweisen mag: Link siehe oben.
Ich mochte den ersten Band, und der zweite liegt ganz oben auf meinem SuB. Hoffentlich enttäuscht mich dieser nicht!

Die Nacht gehört den Wölfen:
Simon leidet seit einem tragischen Autounfall, bei dem seine Eltern ums Leben gekommen sind, an Albträumen und Angstzuständen. Nach einem Psychiatrieaufenthalt zieht er zu seiner Tante, doch es fällt ihm schwer, sich in seinem Leben einzufinden - vor allem, als er merkt, dass seine Träume Wirklichkeit werden. 
Ich bin vor allem gespannt auf die Auseinandersetzung mit den Albträumen und Angstzuständen!

Das Joshua-Profil:
Der Schriftsteller Max ist, im Gegensatz zu seinem in Bruder, ein gesetzestreuer Bürger und hat sich noch nie etwas zuschulden kommen lassen. 
"Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist."
Ja, gewohnt wenig Infos und gewohnt viele Andeutungen seitens Fitzek :D Trotzdem bin ich sehr gespannt, da mein letzter Roman von ihm schon eine ganze Weile her ist.

Fremd:
Auch hier mag ich auf die Verlagsseite verweisen, nicht jedoch wegen Spoiler-Gefahr, sondern weil ich finde, dass ich es nur schwierig zusammenfassen kann. In jedem Fall bin ich am gespanntesten auf dieses Buch!

Was ist euer Must-Have-Krimi/Thriller im Oktober?



Projekt Samstagspause #01

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Als ich gestern Abend in meinem Terminkalender die nächste Woche planen wollte, ist mir das erste Mal erst aufgefallen, wie viel ich tatsächlich von meiner Zeit nur arbeite. Versteht mich nicht falsch, ich mache das gerne. Ich bin einerseits sehr ehrgeizig und möchte alles, was ich tue, auch gut tun. Andererseits macht mir das Studium und meine Arbeit wirklich unheimlich viel Spaß. 
Aber ich merke einfach, dass es mich persönlich doch sehr einengt. Ich bin tendenziell eher jemand, der nicht sehr gut auf sich selbst aufpasst, was Stress angeht. Oft überarbeite ich mich hemmungslos, weil ich es gar nicht merke. Ein Blick rüber zu meiner Harfe sagt schon alles: Wie lange sitze ich denn nun schon an diesem einen Stück, das ich immer noch nicht kann, weil mir immer wieder etwas wichtiger erscheint? Dabei ist doch die Harfe meine tiefste Leidenschaft. Es ist doch das, was ich früher am liebsten den ganzen Tag gemacht hätte. 
Und ähnlich ist es mit den Büchern. Während ich früher teilweise am Tag nichts anderes getan habe, bin ich heute froh drum, wenn ich überhaupt mal ein paar Seiten zu Gesicht bekomme. Ich studiere erst seit diesem Semester, aber die philosophischen Texte sind sehr zeitintensiv und oft merke ich, dass ich, nachdem ich den ganzen Tag mit diesen schwierigen Texten gearbeitet habe, keinen Nerv und auch keine Lust mehr habe, noch mehr zu lesen. Und wenn ich dann mal lese, dann meistens nur noch halbherzig, des Lesens willen und... ich weiß nicht. Dieses besondere Leseerlebnis ist einfach durch den  selbst erschaffenen Zeitdruck verflogen.
Ich vermisse es, einfach mal nur das zu tun, was ich wirklich liebe. Deswegen habe ich mir folgendes überlegt.
Da ich Sonntags arbeite habe ich mir den Samstag zum freien Tag erklärt. Ein Tag, an dem in meinem Kalender einfach mal nichts eingeplant werden darf, außer Freizeitbeschäftigungen. Ich habe mich auch gefragt, wie ich mich ständig daran erinnern kann und bin auf den Schluss gekommen, dass ich immer wieder stehen bleiben und mich fragen muss: Bist du noch glücklich? Ist es das, was du willst?
Und diese Fragen wiederum habe ich noch einmal zerstückelt in generelle Fragen und Fragen bezogen auf mein Leseverhalten. 

1. Was hast du heute gelesen?

Heute habe ich das Licht der letzten Tage gelesen und bin gut voran gekommen!

2. Wie hast du dich während des Lesens gefühlt? Wie fühlst du dich jetzt?

Zwischenzeitlich war ich ein wenig verwirrt, weil ich immer wieder Probleme damit habe, mir viele Personen auf einmal zu merken. Aber ich mag das Buch bis jetzt und finde es sehr spannend.
Was mich betrifft war ich sehr entspannt. Ich habe anfänglich Angst gehabt, dass ich mich mit dem Projekt nur unter Druck setze, aber ich habe wirklich sehr viel Spaß gehabt :)

3. Was war das einprägsamste Zitat? Und warum?

"Privatsphäre als Offenbarung: Sie kann die Straße entlanggehen, und absolut niemand weiß wer sie ist." (S. 98)
Ich habe mir auch oft Gedanken darüber gemacht, wie das mit der Anonymität ist. Ich bin in einem absoluten Kaff groß geworden, wo sich jeder kannte. Und jetzt wohne ich in einer Großstadt, die mir eben genau dieses Gefühl gibt. Deswegen ist mir dieses Zitat sehr im Kopf geblieben. 

4. Worüber musstest du auch danach noch nachdenken?

Ich habe mich generell gefragt, inwiefern eine solche Pandemie, wie sie im Buch beschrieben wird, überhaupt ausbrechen kann. Woher diese Grippe kommt und ob das in irgendeiner Weise irgendwann mal real werden könnte. 
Ich bin sehr gespannt auf die Auflösung, weil ich es mir momentan noch gar nicht zusammenreimen kann. 


Das ist ein erster Startversuch für das Projekt Samstagspause. Ich weiß noch nicht,  ob und inwiefern es so funktioniert, wie ich es mir vorstelle. Aber ich hoffe, dass ich das einigermaßen konsequent durchziehen und hier dokumentieren kann.

Heute Abend werde ich diesen Post überarbeiten und die ersten Antworten zu den Fragen beantworten. Aber hier schonmal die Antwort auf die Frage, was ich heute lesen werde: Das Licht der letzten Tage von Emily St. John Mandel und evtl. auch noch Nacht ohne Sterne von Gesa Schwartz. 



Neuzugänge September | Want to read Oktober

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Wie schaffe ich das nur immer, mir jeden Monat vorzunehmen, keine neuen Bücher mehr zu kaufen und am Ende doch in einem SuB-Meer zu ertrinken? (Immerhin wäre das die schönste Art zu sterben *Schenkelklopfer*)
Dieses Mal bin ich allerdings tatsächlich nicht selbst Schuld, was mein Geldbeutel dankend zur Kenntnis nimmt. Ich habe diesen Monat alle Bücher geschenkt bekommen, die meisten als Abschiedsgeschenke. Nicht, dass ich mich beschweren würde - aber auf mich warten ja noch 4 Skulduggery-Bände, die es bis zur FBM zu lesen gilt, und ferner darf ich mich durch Aristoteles, Davidson, Kant und Descartes kämpfen. Was, nebenbei mal gesagt, tierisch Spaß macht, aber sooo viel Zeit frisst! 
Kennt ihr das auch, dass man manchmal an einer Arbeit so viel Spaß hat, dass man gar nicht mehr aufhören kann? Eine kleine Anekdote meinerseits: Ich habe gestern Abend um 18 Uhr eine Pflicht-Lektüre über Sprachphilosophie in die Hand genommen, und als ich wieder hoch schaute war es plötzlich 2 Uhr morgens! Dämliche Zeitdiebe! :D

Nun aber zum Kern der Sache:

Meine neuen Bücher, die nebst den bereits erwähnten Lektüren mein Plan für den Oktober sein werden. Die Rote Königin habe ich bereits mal als Hörbuch ausgeliehen, es aber nie fertig gehört. Es gefiel mir aber sehr gut, weswegen ich sehr froh darum bin. Nacht ohne Sterne war auf meiner WuLi, ebenso wie Layers und Das Licht der letzten Tage. Selection - die Kronprinzessin wollte ich nicht mehr unbedingt lesen, aber wo es schonmal hier ist, freu ich mich natürlich auch darüber. Einzig und allein Bannwald kenne ich noch gar nicht, der Klappentext liest sich aber ganz interessant.

Summa Summarum bin ich sehr glücklich über meine Geschenke, und bin mal wieder erstaunt, wie gut meine Freunde mich kennen. 

Definitiv werde ich mir auch noch die Schneekönigin von Wolfgang und Heike Hohlbein besorgen! Das ist eine Neuinterpretation von H.C. Andersens Märchen, welches ich nicht nur als Kind über alles liebte. :)
Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sie es umgesetzt haben!


Welches Buch wollt ihr im Oktober unbedingt lesen?
Und welches müsst ihr euch noch unbedingt besorgen?


{Rezension} Alles so leicht

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Meg Haston | Alles so leicht | Thienemann | 320 Seiten | 19,99€ [D]; 20,60€ [A] | ISBN: 978-3-522-20215-2

Zum Inhalt:


Stevie, 17 Jahre alt, leidet nicht nur an Bulimie, sie hat auch  nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus dem Leben auszutreten. Doch etwas kommt ihr in die Quere, nämlich ihr Vater, der sie in ein Therapiezentrum schickt. Hier fühlt sie sich alles andere als wohl: Überall wird sie überwacht, ständig muss sie essen und wieder zunehmen. 60 Tage soll sie dort bleiben - doch keiner weiß, dass Stevie nicht geplant hat, so lange dort zu sein. Sie will in 28 Tagen sterben. In dieser Zeit gerät sie immer stärker in einen Konflikt: Ihre Therapeutin, die so anders als alle anderen Seelenklempner ist und auch die anderen Mädchen dort wachsen ihr immer mehr ans Herz.