[Rezension] Kekskunst zum Selbermachen


Nadja Bruhn || Kekskunst || Kosmos || 142 Seiten || 14,99 € || ISBN: 978-3-440-14323-0

Wunderschöne Kekskunst?


Nadja Bruhn macht mehr, als nur Kekse: Was sie in ihrer Küche backt und spritzt sind kleine Kunstwerke! Mit diesem Buch teilt sie ihre Erfahrung rund um das Backen und dekorieren. Der Klappentext verspricht gelingsichere Grundrezepte und verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Dabei lässt sie nichts aus: Von den Küchenhelfern, über selbstgemachte Spritzbeutel bis hin zu Verpackungsideen.



Cover:


Ich finde das Cover herrlich niedlich. Die bunten, sanften Farben und auch die Kekse, die da präsentiert werden, sind natürlich sehr feminin und spricht auch diese Zielgruppe an. 
Außerdem finde ich die Komposition sehr ausgeglichen. Man sieht Bruhn zwar auf den ersten Blick, aber durch die schönen Kekse im Vordergrund wird einem sofort der Inhalt schlüssig. 
In mir hat das Cover zumindest sofort Interesse geweckt!


Der Aufbau:


Nach einer kurzen Vorstellung von Nadja Bruhn wird man auch schon direkt in die Basics eingewiesen. Dazu gehören die Küchengeräte/Küchenhelfer, Basisrezepte für die Kekse und wertvolle Tipps, wie man diese variieren kann. Ferner findet man in diesem Kapitel das Rezept für die Glasur, sowie eine Anleitung, aus Backpapier Spritzbeutel zu falten.
Die nächsten Kapitel für die Keksmotive sind thematisch unterteilt in Kekskunst für: rund um das Jahr (Ostern, Weihnachten,...), Geschenke (Geburtstag, Einschulung, Baby,...), Trendsetter (Ballett, Mode, ...), für Alltag (Garten, Tiere, Sport...), Reise (Meer, unter Wasser, Japan....)
Anschließend findet man noch Verpackungsideen, Schablonen zum Abpausen, das Register und Quellen/Impressum.


Meine Erfahrung:


Das Buch an sich hat wirklich tolle Ideen, auf die ich vermutlich gar nicht alleine gekommen wäre. Namensschilder aus Keksen? Oder Kekse mit Lebensmittelfarbe stempeln? Viele Bilder und Illustrationen machen das ganze Buch an sich schon sehr hochwertig. Es macht einfach Spaß durch das Buch zu blättern und sich die kleinen süßen Dinger anzusehen.
Natürlich habe ich auch gebacken. Da ein guter Freund von mir Geburtstag hatte, habe ich etwas noch persönlicheres für ihn gebacken: einige Figuren aus Super Smash bros. Die Kekse wurden auf der Feier sofort vernascht, schmecken tun sie also.

Leider finde ich manche Beschreibungen nicht optimal.
Das liegt gar nicht so sehr an den Beschreibungen selbst oder, sondern tatsächlich an dem Format Buch. Bei der Anleitung für das Falten von Spritzbeuteln habe ich nach dem gefühlt 10ten Versuch kapituliert: ein Klick auf Youtube und 30 Sekunden später hatte ich es dann auch hinbekommen. Jemanden beim Machen zuzusehen ist nun einmal wesentlich leichter, als den Worten zu folgen.
("Als Nächstes die linke Ecke zuerst über die Mitte legen, dann um die rechte, nach oben gefaltete Ecke schlagen, sodass die linke Ecke von hinten auf der Spitze des Dreiecks liegt [...]" S.20)
Genauso das Verdünnen von der Glasur. Zwar sind dort Bilder von der Glasur da, aber dennoch ist es schwierig vom Bild heraus zu erkennen, ob die gewünschte Viskosität bereits erreicht ist. Das Problem ist mir allerdings auch erst aufgefallen, als ich beim Spritzen war. Nach den ersten zwei Glasuren habe ich aber ein gutes Gefühl dafür entwickelt.

Was den Schwierigkeitsgrad angeht, finde ich es machbar, allerdings auch sehr aufwendig. Viele Erklärungen sind auch überflüssig. Tatsächlich gleichen sich die Anleitungen alle sehr. Ich glaube, man hätte die einzelnen "Rezepte" etwas sinnvoller ausfüllen können als immer wieder die gleichen Schritte zu wiederholen. 

Dennoch hat mir das Buch einige Tricks gezeigt, für die ich tatsächlich sehr dankbar bin. Wie meine Kekse in Form bleiben, wenn sie backen. Oder wie man Rosen spritzt, ebenso habe ich sehr viele Inspirationen mitnehmen können. Ich bin wirklich begeistert von den schönen Ideen, die hier vorgestellt werden. Hier und da findet man ganz nette Techniken, die einfach und auch schön sind, andere erfordern tatsächlich etwas Übung.

Das hier sind übrigens meine Ergebnisse gewesen:


Weitere Bilder von anderen Keksen folgen!

Fazit:


Insgesamt würde ich sagen, dass man das Buch wirklich nicht braucht. Man findet alles, was in dem Buch drin steht, auch im Internet. 
Als Geschenk für eine andere Person finde ich das Buch allerdings wirklich toll. Das Buch ist wunderschön gestaltet und gibt einem sehr viele Ideen, es macht wirklich Spaß durch die Seiten zu stöbern und die schönen Bilder machen einem wirklich gute Laune.

Wer Interesse am Backen von schönen Keksen hat und dennoch das Buch nicht kaufen will, habe ich hier einen sehr guten Youtube-Channel gefunden:

Sachbücher/Ratgeber/Kochbücher unterliegen bei mir keiner Punkte-Bewertung. 

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