Kaffeeklatsch - E-Books?


Hallöchen!

Früher musste man ja aufpassen, nicht direkt mit Fackeln und Heugabeln aus der Stadt gejagt zu werden, wenn man das Wort E-Book in den Mund genommen hatte. In der letzten Zeit habe ich allerdings das Gefühl, dass sich dieses Verhältnis ein wenig entspannt hat.
Wie auch immer, ich glaube ich habe mich noch nie darüber geäußert, wie ich dazu stehe. Also dann, lasst uns mal darüber diskutieren :)

Fangen wir mal mit einer Analyse meines Bestandes an. Ich schätze mal: 90% meiner Bücher sind gedruckte Bücher. Ich besitze relativ wenige e-Books, was einfach daran liegt, dass ich bis vor kurzem noch gar keine Plattform hatte, auf der ich etwas lesen konnte. Das hat sich geändert, als ich das Ipad geschenkt bekommen habe.

Ich würde mich als den klassischen Bücher-Horter einordnen. Wenn ich ein Buch gelesen habe, dann will ich das auch jeden Tag in meinem Bücherregal sehen, mitnehmen, und darin herumblättern können. Vor allem finde ich Bücher einfach ästhetisch. Ich habe gerne viele schöne Bücher um mich herum. Und auch zum Arbeiten finde ich dies geeigneter, da ich gerne Randnotizen oder Post-Its benutze.
Generell mag ich das Herumblättern und die feste Position der Worte lieber. Ich habe das Gefühl, dass ich dadurch mehr vom Buch in meinem Kopf behalte.

 Trotzdem mag ich meine Kindle-App nicht mehr missen. Allein schon preislich gesehen ist es für einen Vielleser ohne eigenes Einkommen ein gewaltiger Unterschied.



An diesen zwei Beispielen wird das wohl besonders deutlich. Links ist das Sherlock Holmes Buch von Barnes & Noble, rechts ist die urheberrechtsfreie Ausgabe von Der Hund von Baskervilles, die man kostenlos bei Amazon herunterladen kann.

Meistens benutze ich die App übrigens nur für Leseproben. Wenn mich ein Buch interessiert kann ich einfach spontan reinlesen und danach immer noch entscheiden, ob ich das Buch in der Buchhandlung kaufe.
Wenn man so in meine App hineinsieht, stellt man auch folgendes fest: neben den Leseproben sind fast nur Bücher darin enthalten, die es gar nicht als Print gibt/gab. Ich spreche hier vor allem von unentdeckten Self-Publishern, in die ich gerne hineinlese und diese Menschen auch gerne mit einem Kauf unterstütze.
Sehr praktisch ist ja auch, dass man so viele Bücher in so einem Leichtgewicht mit sich herumtragen kann. Mittlerweile gibts ja zu einigen Büchern auch einen Download-Code zusätzlich dazu, was ich besonders angenehm finde. So kann man auch spontan zwischen den Vorteilen vom e-Book und denen eines bedrucken Buchs wechseln.


Fazit: Wenn man mir gebundenes Buch und Digital-Datei vor die Nase hält, greife ich ohne zu zögern zur Printversion. Das Gefühl von dem richtigen Papier ist einfach unersetzlich.
Allerdings finde ich trotzdem, dass so e-Books viele Vorteile bieten. Dennoch, wie ich herausgestellt hat, benutze ich es weniger als einen Ersatz zu den Printversionen, sondern viel mehr als eine Ergänzung.

Was denkt ihr darüber? 
Lest ihr e-Books?

Mich würde eure Meinung zu dem Thema sehr interessieren! :)

Kommentare:

  1. Hallo :)
    Ein schöner Post! Ich persönlich war vor ca. einem Jahr noch strikt gegen ebooks. Allerdings hat sich meine Meinung dazu etwas geändert, seit ich meinen tolino vision besitze.
    Ich mag immer noch viel lieber Printbücher, aber es gibt immer mehr Bücher, die man nur als ebook lesen kann, z.B. Prequels oder Kurzgeschichten zu Buchreihen oder - was besonders verführerisch ist - die ebooks aus dem impress Verlag. Diese haben mich dann letztendlich doch dazu gebracht, hin und wieder auf dem e-reader zu lesen.
    Außerdem hat es auch Vorteile, auf einem e-reader zu lesen. Es ist sehr bequem und man braucht nicht wie bei einem Buch Angst haben, dass man z.B. eine Leserille beim lesen reinmacht. Und es ist auch praktisch, dass man die Helligkeit einstellen kann (wenn man zu faul ist, aufzustehen und das Licht anzumachen, wenn man bemerkt, dass es langsam dunkel wird :D). Allerdings ersetzt diese Bequemlichkeit natürlich nicht das schöne Gefühl, wenn man bei einem Buch durch die Seiten blättert und den Geruch von frisch gedrucktem Papier.
    Also mein Fazit ist: Dadurch, dass immer mehr Bücher nur als ebook erhältlich sind, ist es ganz schön, einen e-reader zu haben. Es ist auch bequem zu lesen. Aber dennoch lese ich zu 98% lieber Printbücher, da ich es auch lieber mag, die Bücher, die mir gefallen haben, im Regal stehen zu haben.

    Liebe Grüße
    Jenni

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  2. Hey,

    über Ebooks kann man glaube ich nie genug diskutieren ;)

    Den Abschnitt über das Bücher horten und das ästhetische usw. würde ich mir am liebsten an die Wand nageln. Ich seh das ganz genauso wie du, es gibt doch nichts besseres als ein Buch anzufassen und eine ganze Menge davon in einem Regal stehen zu sehen.

    Das Preisargument seh ich immer ein bisschen zwiespältig. Ja, die meisten Ebooks sind günstiger, aber es kommt dann wahrscheinlich auch auf den Lesegeschmack an. Wenn man gern und viel aktuelle Literatur liest, auf deutsch, rechnet sich der Reader höchstens langfristig, weil sich Buch und Ebook preislich um maximal zwei Euro unterscheiden. Wenn man aber viele Klassiker, englische Originale oder auch "Nischenliteratur" liest, kann das Ebook schon sehr viel günstiger sein.
    Ich denke immer, wenn ich für das Ebook nur zwei Euro weniger bezahle, dann investiere ich lieber die 2€ mehr fürs Print und stell es mir dann hübsch ins Regal. Wo wir dann wieder beim Horten sind.^^

    Ich hab mir meinen Reader gekauft, weil ich viel mit der Bahn pendel und es dann natürlich deutlich einfacher ist einen Reader mitzuschleppen, als einen Koffer voller Bücher.
    Dennoch hab ich immer meine Phasen. Manchmal lese ich kaum mit dem Reader und denke mir, ich hätte das Geld lieber in richtige Bücher investieren sollen, aber dann hab ich auch wieder Phasen wo ich viel damit lese und eigentlich auch zufrieden bin.

    Liebe Grüße,
    Julia

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  3. Hi,
    Ich liebe es mit meinem kindle zu lesen oder einfach nur im Shop zu stöbern, Leseproben zuschicken zu lassen. Aber meine echten Bücher würde ich nichts ersetzt haben wollen. Sie gehören einfach zu meinem Leben dazu. Auf jeden Fall kaufe ich mir auch immer noch Print Ausgaben. Ich habe aber auch genau wie Julia richtige Phasen, mal komme ich super ohne kindle aus (verleihe ihn manchmal) und dann lese ich wochenlang nur mit ihm.

    Hab auf meinem Blog auch eine kleine Gegenüberstellung gepostet, falls jemand mal vorbeischauen möchte.

    LG MissPommes

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