TTT - Top Ten Thursday

von Steffi

10 Bücher, die dich wochenlang nicht losgelassen haben



VERLIEBT

1. Extrem Laut und unglaublich nah
Quelle: Fischer Verlage

Nach wie vor eines meiner Lieblingsbücher, an das ich mich immer und immer wieder erinnere. Ich glaube, so schnell werde ich dieses Buch auch nicht mehr vergessen, denn ich liebe Foers Schreibstil und die Art, wie er Oskar darstellt.
Der fantasievolle und hochintelligente Oskar Schell ist gerade einmal 9 Jahre alt, als sein Vater bei den Terroranschlägen am 09.11 ums Leben kommt. Oskar kann den plötzlichen Verlust nicht greifen und versucht die Trauer auf seine eigene Weise zu überwinden. Er findet einen Schlüssel in dem Kleiderschrank seines Vaters und ist der festen Überzeugung, dass dies ein letztes Zeichen seines Vaters an ihn war. Trotz seiner vielen Ängste begibt er sich deswegen auf eine wahnwitzige Reise durch ganz New York, um herauszufinden, was es mit dem Schlüssel auf sich hat.
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2. Der Vorleser
 
Quelle: Diogenes

Ein wenig altbacken, aber dennoch ein Buch, das mich wochenlang beschäftigt hat: Bernhard Schlinks Welt-Bestseller Der Vorleser. 
Der Roman erzählt die Geschichte von Michael Berg, der sich mit 15 Jahren in die 21 Jahre ältere Frau Hanna Schmitz verliebt. Einen Sommer lang genießen sie eine sexuelle Affäre, bei der es zu einem Ritual kommt: zuerst liest er ihr vor, dann haben sie Sex. Doch plötzlich verschwindet sie einfach spurlos.
Traumatisiert von diesem Ereignis ist Michael nicht mehr fähig, irgendwie emotionale Nähe zu anderen Frauen aufzubauen. Doch eines Tages trifft er sie als Jura-Student wieder: Sie ist Hauptangeklagte eines NS-Falls. Michael muss sich mit seiner Vergangenheit konfrontieren.
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3.  Die Mechanik des Herzens

Quelle: Randomhouse
Eine unvergleichliche Faszination geht von diesem Buch aus, die ich einfach nicht erklären kann. Vielleicht, weil ich mit Jack so mitleiden und mich so mit ihm freuen konnte, weil diese märchenhafte Welt so sehr das wiederspiegelt, was ich lange auf dem Büchermarkt vermisst habe.
Es ist der kälteste Tag aller Zeiten, als Jack geboren wird. Es ist so kalt, dass sein Herz gefriert und seine Ziehmutter ihm eine Kuckucksuhr als Ersatz einsetzen muss.  Diese ist jedoch sehr empfindlich: Er darf die Zeiger nicht anrühren, darf nicht wütend werden und er darf sich nicht verlieben.
Als er aber die junge Tänzerin Miss Acacia trifft, ist es völlig um ihn geschehen. Fest entschlossen sie zu finden, folgt er ihren Spuren bis nach Andalusien und begibt sich dabei auf eine phantastische Reise.
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4. New-York-Trilogie


Quelle: Rowohlt
 Wow. Das war mein erster Paul Auster und ich habe noch nie so viel über ein Buch geredet, wie über dieses! Jedes Mal, wenn Leute mich fragen, ob ich vielleicht eine etwas anspruchsvollere Lektüre kenne, empfehle ich guten Gewissens Paul Auster und besonders die Trilogie.

In allen drei Geschichten geht es vordergründig um eine Kriminalgeschichte, die jedoch zunehmend an Bedeutung verliert. Der Klappentext verspricht, dass "Täter auf rätselhafte Weise zu Opfern" werden, "Verfolger zu Verfolgten". Und so ist es auch - Paul Auster lehrt mit diesem Buch, dass das Schicksal hart ist und der Zufall gravierend sein kann. Unheimlich experimentell, skurril, absurd und genau deswegen unheimlich bewegend.
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5. Kernstaub

Quelle: Amazon

 Die junge Autorin Marie Graßhoff hat mit ihrem ersten Roman einen tollen Auftakt zu einer Trilogie geschaffen, die ich sehr sehr gerne weiterverfolgen werde.
"Mara ist der letzte Störfaktor in einem Milliarden von Jahren alten Zyklus. Seit Hunderten von Leben ist sie auf der Flucht vor den Wächtern des Systems, die mit dem Mord an der jungen Frau den Weg aller Seelen zur Ewigkeit ebnen sollen. Auf ihrer Reise durch neue Welten und fremde Dimensionen stellt sie sich der Frage ihrer eigenen Bedeutung und begegnet einem Freund aus alten Leben, der sie durch die Wirren der Existenz zu leiten versucht. Doch während ihr mit dem Wiedererlangen der Erinnerungen aus vergangenen Zeitaltern die Augen geöffnet werden, erkennt Mara, dass die Welt, in der sie bisher lebte, nichts weiter war als ein schöner Traum."
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NEGATIV IM KOPF

6. Der Augensammler

Ich war richtig enttäuscht von dem Augensammler von Sebastian Fitzek. Es war mein erster Fitzek und die Erwartungen waren sehr, sehr hoch - und die konnten von diesem Buch leider nicht gehalten werden. Dennoch war es kein schlechtes Buch. Nur enttäuschend.
Die Geschichte handelt vom ehemaligen Polizisten Alexander Zorbach, der aufgrund eines Traumas von seiner Dienststelle entlassen wurde und nun als erfolgreicher Journalist arbeitet. Nun schreibt er über einen Serienkiller, der Augensammler gennant wird. Zusammen mit einer blinden Physiotherapeutin versucht er, dem Augensammler auf die Schliche zu kommen.
 
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7. Shades of Grey

 Bild © Goldmann Verlag
Ich glaube, ich leide immer noch an einem Trauma von diesem Buch und bin nicht mehr fähig, Erotikromane zu lesen. Es war wohl eines der schlechtesten Bücher, die ich jemals gelesen habe (stilistisch wie auch inhaltlich).
Die 21-jährige Literaturstudentin Ana ist in der Liebe noch unerfahren, als plötzlich Christian Grey in ihr Leben tritt, der in jungem Alter nicht nur bereits Karriere gemacht und steinreich ist, sondern auch unheimlich selbstbewusst, hübsch und charismatisch. 
Aber Grey macht noch mehr aus, als nur sein Erfolg. Denn er ist auch sehr speziell in seinem Geschmack, was Sex angeht - Peitsche, Fesseln und co. Ana ist abgeschreckt und gleichzeitig fasziniert von diesem Mann...
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 8. Nur diese eine Nacht

Bild © Randomhouse

Einfach eine Fortsetzung, die dem ersten Teil nicht gerecht wird. Traurig, wie enttäuschend Fortsetzungen sein können.
4 Jahre sind vergangen, seit Mia aus dem Koma erwacht ist. Adam ist tief traumatisiert. Er kann immer noch nicht glauben, dass Mia ihn verlassen hat. Aus seiner Trauer entstanden die Songs, die Shooting Star zum großen Welthit gebracht haben. Aber auch Mia ist nun renommierte Cellistin. Kurz vor der Welttour beschließt Adam, Mia noch einmal zu sehen...

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ABSOLUTE HASSLIEBE

9. Die Frau auf der Treppe

Bild © Diogenes Verlag
 Ja, richtig gelesen: auch die Frau auf der Treppe blieb mir "verhasst" in Erinnerung. Das hat einfach dasmit zu tun, dass ich zu viel erwartet hatte. Rückblickend war auch dieses Buch nicht schlecht - aber leider war das lange in meinem Kopf so.
  Ein längst verschollen geglaubtes Gemälde namens "Die Frau auf der Treppe" taucht eines Tages wieder auf. An diesem Gemälde hängen viele Erinnerungen, besonders dem Protagonisten, der vor langer Zeit in einem Rechtsstreit bezüglich des Bildes als Anwalt involviert war. Er hatte sich damals in die Frau auf der Treppe verliebt und macht sich auf die Suche nach ihr, die damals mitsamt dem Gemälde verschwunden ist. Er sucht nicht nur nach ihr, sondern auch nach Fragen, die er immer unterdrückt hat.
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10. Wir fallen nicht


Quelle: Ravensburger
 Ich finde das Buch einerseits wunderschön, und ich liebe die Auflösung und die Thematik des Buches. Allerdings hat mir doch zu sehr der rote Faden gefehlt und ich habe mich doch ständig dabei erwischt, wie ich die Seiten überflogen habe.
Die beiden Brüder Mitja und Wladimir reisen mit ihrer Mutter zu einem Ferienort, um ihren Kopf frei zu kriegen. Vor allem Mitja trägt ein schweres Laster, denn vor kurzen ist sein bester Freund Noel bei einem Unfall ums Leben gekommen. Dort lernt er nicht nur ein mysteriöses Mädchen kennen, das ihm sagt, sie wüsste wer er ist. Er lernt auch eine jugendliche Räuberbande, die sich selbst die Wracks nennen, kennen. Sie wissen nicht, wer sie sind, sondern wissen nur, dass sie an diesem Strand sind. Und so wie es scheint gibt es große Probleme zwischen ihnen und dem Mädchen. 
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  Das würde mich sehr interessieren: 
Habt ihr auch Bücher, zu denen ihr regelrechte Hassliebe empfindet?

liebe Grüße,
Emilie

1 Kommentar:

  1. Es gibt ein kleines unscheinbares giftiges Buch, das ich weder durchlesen noch wegschmeißen kann: "Das Grab Ohne Frieden" von Palinurus (Cyril Connelly) - vielleicht liegt das daran, dass es von dem Philosophenkunsthistorikerschnackeralleswisser Bazon Brock empfohlen wurde. Die Texte sind so faszinierend ärgerlich, so hinterlistig nichtssagend, so aufgeklärt dumm, dass ich darauf herumtrampeln könnte und es doch immer wieder brav ins Regal stelle :)

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