[Autoren-Check] Paul Auster

2
COM
Hallo Leute!

Heute möchte ich euch den US-amerikanischen Autor Paul Auster vorstellen. Es wundert mich ehrlich gesagt, dass er hier in Deutschland weitgehend unbekannt ist, obwohl er in Amerika auf den Best-Sellern steht und mit mehrfach mit Auszeichnungen belohnt wurde.
Umso größer ist der Drang, ihn in die Welt hinaus zu posaunen. Es ist wirklich nur eine minimale Übertreibung, wenn ich hier von einem absoluten Genie und einem der geistreichsten Autoren der zeitgenössischen Literatur spreche.
Obwohl ich seine Bücher selten mit voller Wertung bewerten würde, finde ich jedoch insgesamt, dass er in seiner Art faszinierend schreibt und ich daher immer wieder gerne zu seinen Büchern greife.


[Rezension] Die New-York-Trilogie: Stadt aus Glas / Schlagschatten / Hinter verschlossenen Türen

0
COM
Bild © Rowohlt

Autor: Paul Auster
Titel:  Die New-York-Trilogie
(Stadt aus Glas / Schlagschatten / Hinter verschlossenen Türen)
Originaltitel: City of glass / Ghosts / The locked room
Erscheinungsjahr: 1985-1986
ISBN: 978-3-499-25809-1
Preis: 9.99 €
Zusammenfassung:
In allen drei Geschichten geht es vordergründig um eine Kriminalgeschichte, die jedoch zunehmend an Bedeutung verliert. Der Klappentext verspricht, dass "Täter auf rätselhafte Weise zu Opfern" werden, "Verfolger zu Verfolgten".





[FILM zum BUCH] Divergent - Die Bestimmung

0
COM
Als ich letztes Jahr herausgefunden hatte, dass Divergent nun auf auf die Leinwand kommt, war für mich klar, dass ich unbedingt in den Film gehen müsse. Und hier kommt sie nun, die Filmrezension!

Hier geht's zur Buchrezension: Klick!

Achtung: Diese Filmrezension setzt voraus, dass man das Buch bereits gelesen hat. Andernfalls herrscht Spoilergefahr!

Der Film:

Titel: Divergent - die Bestimmung
Erscheinungsjahr: 2014
Länge: 139 Minuten
Regie: Neil Burger
Besetzung:
  • Shailene Woodley: Beatrice "Tris" Prior
  • Theo James: Tobias "Four" 
  • Kate Winslet: Jeanine Matthews

Hier geht's zur offiziellen Seite:  Klick!


[Rezension] Nur diese eine Nacht

0
COM

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Nur-diese-eine-Nacht-Roman/Gayle-Forman/e462580.rhd
Bild © Randomhouse

Autor: Gayle Forman
Titel: Nur diese eine Nacht
Originaltitel: Where she went
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: 978-3-442-38405-1
Preis: 8,99
Zusammenfassung:
Nur diese einen Nacht ist die Fortsetzung von Formans Wenn ich bleibe. 4 Jahre sind vergangen, seit Mia aus dem Koma erwacht ist. Adam ist tief traumatisiert. Er kann immer noch nicht glauben, dass Mia ihn verlassen hat. Aus seiner Trauer entstanden die Songs, die Shooting Star zum großen Welthit gebracht haben. Aber auch Mia ist nun renommierte Cellistin. Kurz vor der Welttour beschließt Adam, Mia noch einmal zu sehen...




[Rezension] Die unendliche Geschichte

0
COM


Bild © Thienemann Verlag


Autor: Michael Ende
Titel: Die unendliche Geschichte
Erscheinungsjahr: 1979
ISBN: 978-3-522-20203-9
Seiten: 520
Preis: 24,99 €





Zusammenfassung:

Die Unendliche Geschichte handelt von einem jungen Schüler namens Bastian Balthasar Bux, und er fühlt sich in seiner Haut nicht wohl, denn die anderen Schüler ärgern ihn gerne. Als er an einem Tag beschließt, die Schule zu schwänzen, findet er in einem Buchladen ein Buch namens Die Unendliche Geschichte,  das er sogleich stiehlt und sich im Dach des Schulgebäudes versteckt. Doch als im Buch seine eigene Geschichte fällt, bemerkt er, dass es kein normales Buch ist: sie ist unendlich und dennoch braucht sie einen Retter. 


[Rezension] Skulduggery Pleasant - Der Gentleman mit der Feuerhand

0
COM


Tja, ich denke an diesem Buch kommt man mittlerweile wirklich nicht mehr vorbei. Derek Landy bietet mit seiner Buchreihe "Skulduggery Pleasent" wahnwitziges modernes Fantasy, das den Nerv der Zeit trifft.


Klick aufs Bild!
Autor: Derek Landy
Titel:  Skullduggery Pleasant - Der Gentleman mit der Feuerhand
Originaltitel: Skulduggery Pleasant
Verlag: Loewe Verlag
Seiten: 344 Seiten
Erscheinungsjahr: 2007
ISBN: 978-3785559222
Leseprobe: [Link]
Klappentext:
"Versprichst du, mir in Zukunft nichts mehr zu verheimlichen?", fragte Stephanie. Skullduggery legte die Hand auf die Brust. "Hand aufs Herz. Ich schwöre es bei meinem Leben." "Okay." Er nickte und ging ihr voraus zum Bentley. "Allerdings hast du kein Herz mehr." "Ich weiß." "Und rein technisch gesehen auch kein Leben." "Auch das weiß ich." "Dann verstehen wir uns ja." 

[Rezension] Der Augensammler

0
COM


Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Der Augensammler
Originaltitel: -
Verlag: Droemer Knaur TB
Seiten: 464
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN: 978-3-426-50375-1
Klappentext:
"Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deinen Kindern. Er gibt die 45 Stunden, sie zu finden. Doch deine Suche wird ewig dauern."


[Rezension] Fifty Shades of Grey

7
COM

 Bild © Goldmann Verlag


Autor: E. L. James
Name: Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN: 978-3-442-47895-8
Klappentext: "Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht …"




[Neuzugänge] FBM-Mitbringsel

4
COM


Hallo Leute,
Heute möchte ich euch kurz zeigen, was ich alles von der FBM mitgebracht habe:



[FBM] Self-Publishing, Fitzek und co!

0
COM
Haaallo Leute!
Heute möchte ich euch einen kurzen Bericht zu meinem Tag auf der Frankfurter Buchmesse schreiben. Dieses Jahr stand, im Gegensatz zu letztem Jahr, alles auf Zeichen "Self-Publishing". Ich habe mich durch einige interessante Seminare und Gespräche gehört und viele tolle Persönlichkeiten mal sehen können.

[Rezension] Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

0
COM
Kaum ein Buch wurde bis jetzt so oft aus meinem Bücherschrank gezogen, kaum ein Buch wurde so passioniert unterstrichen und bearbeitet, kaum ein Buch habe ich sooft verschenkt und empfohlen - ja, es handelt sich um Richard David Prechts Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

Das Buch:


http://www.randomhouse.de/Buch/Wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele/Richard-David-Precht/e421315.rhd
Bild © Goldmann Verlag
Autor: Richard David Precht
Titel: Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?
Erscheinungsjahr: 2007
ISBN: 978-3-442-31143-9
Seiten: 400 Seiten (davon 21 Seiten Anhang)
Klappentext:
"Bücher über Philosophie gibt es viele. Aber Richard David Prechts Buch ist anders als alle anderen. Denn es gibt bisher keines, das den Leser so umfassend und kompetent - und unter Berücksichtigung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse - an die großen philosophischen Fragen des Lebens herangeführt hätte: Was ist Wahrheit? Woher weiß ich, wer ich bin? Was darf die Hirnforschung? [....] "







Aller Anfang ist... schwer

Das Buch stellt eine philosophische Einführung dar, wie sie selten zu finden sind. Seit es die Philosophie gibt, blieb sie immer nur der Elite der Gelehrten offen, der Normalbürger konnte sich nicht damit befassen, weil niemand seine Philosophie so verständlich schrieb, dass solche es verstehen könnten. Glücklicherweise hat sich dies mittlerweile etwas gelegt. Auf dem Markt gibt es eine Hand voll richtig guter Einführungen für Leute, die sich vorher noch nicht näher damit beschäftigt haben. 
Eines dieser Bücher ist Wer bin ich. Precht teilt sein Buch in 3 Teile, in Anlehnung an die vier Fragen Kants:

Was kann ich wissen?

   - Was ist Wahrheit?
   - Was sind Gefühle?
   - Wer ist "Ich?

Was soll ich tun? 

   - Was ist das Gute?
   - Kann ich wollen, was ich will?
   - Warum die Natur schützen?
   - Darf man Menschen klonen?

Was darf ich hoffen? 

   - Gibt es Gott?
   - Was ist Freiheit?
   - Was ist ein glückliches Leben?
   Hat das Leben einen Sinn?

Die Unterpunkte sind nur Teilaspekte der Kapitel, aber alle aufzuführen wäre wohl zu viel. Von der Antike, über die Aufklärung bis hin zur Moderne werden die wichtigsten Philosophen, wie auch ihre Philosophien kurz und bündig vorgestellt und mit modernen und alltäglichen Vergleichen anschaulich dargestellt. Mit viel Humor und leichter Sprache lockert er die trockene Thematik zusätzlich auf. Er zieht Bezüge zu allseits bekannten Dingen, z.B. Matrix, Raumschiff Enterprise, und stellt oft direkt Fragen an den Leser selbst, der sich vor dem eigentlichen Start des Kapitels selbst seine Gedanken machen kann.
Der Schwerpunkt des Buches ist definitiv die Ethik. Auch wenn Sprachphilosophie und Erkenntnistheorie mehrmals angesprochen werden,werden auch sehr konkrete Fragen diskutiert, wie zum Beispiel Sterbehilfe, Schwangerschaftsabbruch und Vegetarismus.
Bei all dem Unterhaltungswert vergisst Precht auch die Biologie nicht. Er argumentiert ebenso mit naturwissenschaftlichen Kenntnissen und lässt nicht alles in der Metaphysik versinken. Man könnte jetzt noch sagen, dass vieles ein bisschen zu kurz geraten ist, und noch viel mehr sehr ungenau. Aber als eine grobe Übersicht reicht das Werk vollkommen aus, sofern man sich noch nicht näher mit der Philosophie beschäftigt hat. 

Precht schafft gibt mit diesem Buch einen wirklich guten Start in die Philosophie und auch jene, die sich mehr mit ethischen und alltagsbezogenen Aspekten beschäftigen, wird dieses Buch ansprechen. 
Jene, die allerdings schon Vorwissen haben und bereits Primärliteratur gelesen haben, könnten einiges als zu schwach ausgeführt ansehen. 

Sachbücher unterliegen bei mir keiner Wertung - trotzdem mag ich dieses Buch wärmstens  für empfehlen. 


[FILM zum BUCH] Homo Faber

0
COM
Ich bin unheimlich froh, endlich den Film von Homo Faber gefunden und gesehen haben zu dürfen. Zwar besitze ich ihn selbst nicht, allerdings habe ich ihn gerade erst in der Schule gesehen.

Achtung: Diese Filmrezension setzt voraus, dass man das Buch bereits gelesen hat. Andernfalls herrscht Spoilergefahr!

Hier gehts zur Buchrezension: Klick!


DER FILM:

Titel: Homo Faber
Erscheinungsjahr: 1991
Länge: 117 Minuten
Regie: Volker Schlöndorff
Besetzung:
  • Sam Shepard: Walter Faber
  • Julie Delpy: Elisabeth (Sabeth) Piper
  • Barbara Sukowa: Hanna Piper
 Hier gehts zu Schöndorffs offizieller Seite: Klick!



 MEINE MEINUNG:

Max Frischs Roman Homo Faber erzählt von dem Leben von dem Ingeneur Walter Faber und seiner inneren Wandlung vom rational denkenen Person zu einem Emotionen zulassenden Menschen, ausgelöst von der Begegnung Sabeths, in die er sich verliebt. Sabeth allerdings ist seine eigene Tochter, was er erst nach einem Unfall erfährt, bei dem sie stirbt. Mit Volker Schlöndorffs Buchadaption, die 1991 in den deutschen Kinos erstmals ausgestrahlt wurde, wird der Weltbestseller erstmals verfilmt.
Schlöndorff schafft durch die Besetzung eine sehr authentische Wiedergabe eine sehr gelungene Atmosphäre. Sam Shepard, der den Protagonisten Walter Faber spielt, passt sowohl vom äußerlichen Erscheinungsbild, als auch von seiner ruhigen, einfachen Art her wunderbar in die Rolle des Ingeneurs. Ebenso die damals 22-jährige Julie Delpy scheint für die Rolle Sabeths wie geschaffen. Jung, lebendig und fröhlich bildet sie einen stimmungsvollen Kontrast zu Shepard.
Der Erzählstrang des Filmes hält sich recht streng an die Buchvorlage, Faber und Sabeth erleben auf ihrer Reise durch Europa vieles, das sehr detailgetreu nachgestellt wird. Dies wird dem Film jedoch ab und zu zum Verhängnis. Während das Buch durch die Ich-Perspektive Fabers Handlungen erklärt, wird im Film nur selten deutlich, was Faber mit seinen Handlungen beabsichtigt. Oft ist man sich nicht einig, ob Faber nun an seinem rationalen Weltbild festhält, oder sich doch den Emotionen hingibt. Es wirkt eher wie ein unordentliches Hin und Her, das für den Zuschauer nur dann ersichtlich ist, wenn er das Buch gelesen hat. Fest steht, dass er mit seinen Gefühlen weit offener umgeht, als im Buch. Wichtige Motive werden im Film jedoch dem Ende hin zunehmend ausgelassen. Der komplette zweite Teil des Buches, indem es um Fabers Leben, seiner eigentlichen Wandlung und um den Tod und das Verarbeiten der Schuld geht, wird im Film komplett ausgelassen. Dieser endet nach bei der Rückreise Fabers von Athen, wo Sabeth stirbt. Fabers Darstellung an sich wird in ein sehr gutes Licht gerückt. Ihm kommt kein einziges Mal der Verdacht auf, dass Sabeth seine Tochter sein könnte, ebenso wie er beim Schlangenbiss gar nicht bei ihr ist und die Schuld ihn gar nicht treffen kann. Hanna, gespielt von Barbara Sukowa, hingegen scheint viel unsympathischer. Immer zu lässt versperrt sie Faber den Kontakt zu Sabeth, die im Krankenhaus liegt und stellt sich zwischen beide. Hanna verliert ihre starke, gute Persönlichkeit, die sie im Buch stets aufrechterhält. Man hat viel eher das Gefühl, ihr jede Schuld anlasten zu müssen, da sie es weder Sabeth noch Faber erzählt hat. Völlig von dieser Schuld befreit fliegt Faber also nach Amerika zurück. Das meschliche Versagen und das Verpassen seines Lebens, was in Max Frischs Roman besonders heraussticht, wird hier auf eine eindimensionale, wenn auch tragische Liebesgeschichte reduziert.
Zusammengefasst kann man sagen, dass Schöndorffs Verfilmung von Homo Faber trotz der guten Besetzung und dem ähnlichen Erzählstrang der Europareise die Grundmotive des Buches nur unzureichend oder gar nicht umgesetzt hat. In den Vordergrund rückt die inzestuöse Liebesgeschichte zwischen Faber und Sabeth, von Fabers Leben allerdings wird kaum erzählt.

Für alle Liebhaber des Buches würde ich den Film daher nicht empfehlen.


[Rezension] Wenn ich bleibe

2
COM

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Wenn-ich-bleibe-Roman/Gayle-Forman/e462578.rhd
Bild © Randomhouse

Autor: Gayle Forman
Titel: Wenn ich bleibe
Verlag: Blanvalet (Randomhouse)
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3-442-38404-4
Preis: 8,99 €












Zusammenfassung:

Mias Leben scheint perfekt. Ihre Liebe zu ihrem Freund Adam scheint grenzenlos zu sein, aber sie fühlt auch eine tiefe innige Liebe zur Musik und zu ihrem Cello. Die Chancen, an dem rennomiertesten Musikkonservatorium aufgenommen zu werden, stehen gut. Doch dann passiert eines Morgens ein schrecklicher Autounfall, an dem ihre Eltern sofort sterben. Sie und ihr Bruder werden auf die Intensivstation gebracht, in der sie außerhalb ihres Körpers aufwacht und die Situation erkennt. Nun steht sie vor einer schwierigen Entscheidung: Möchte sie überhaupt zurück, in ein Leben ohne ihre Eltern? Ist es nicht einfacher, einfach loszulassen?

[Rezension] Homo Faber

0
COM

Autor: Max Frisch
Titel: Homo Faber
Originaltitel: -
Verlag: Suhrkamp Verlag
ISBN: 978-3-518-36854-1
Seiten: 201
Erscheinungsjahr: 1977
Klappentext: "Max Frischs Homo Faber ist eines der wichtigsten und meistgelesenen Bücher des 20. Jahrhunderts: Der Ingenieur Walter Faber glaubt an sein rationales Weltbild, das durch eine Liebesgeschichte zerbricht. Kein anderer Zeitgenössischer Roman stellt derart ehrlich wie hintergründig die Frage nach der Identität des modernen Menschen."


Das Cover

Ja, ich gebs zu, das Cover ist öde und langweilig und es spricht einen nicht unbedingt an. Es zeigt das Schiff, auf dem sich die beiden Protagonisten des Buches kennenlernen...
Andererseits stammt das Buch aus den 50er Jahren und ist auch kein Jugendbuch - es ist "Weltliteratur" und von daher ist es echt egal, wie es aussieht. Die Schüler in der Schule müssen es sich so und so zulegen ;)

Die Handlung

"Ich nannte sie eine Schwärmerin und Kunstfee. Dafür nannte sie mich: Homo Faber." (s. S. 47) Mit diesem Zitat erwähnt Frisch zum ersten Mal den Ausdruck, der dem Buch seinen Titel verleiht. Der Homo Faber, der "Macher Mensch" - ein Mensch, der sich von der Natur löst und dank seiner Vernunft aus der Symbiose heraustritt und sich eine eigene Gesellschaft formt. 
In Homo Faber begleiten wir den Ingenieur Walter Faber durch eine skurrile Liebesbeziehung zu der viel jüngeren Sabeth. Faber glaubt nicht an Zufälle oder Schicksale, er ist ein rational denkender Mensch und glaubt nur an Zahlen und Wahrscheinlichkeiten. Für Gefühle und alles "Weibliche" sind in seinem technisch-orientierten Weltbild kein Platz, es ist ihm fremd und unheimlich. Doch im Laufe des Buches findet eine Entwicklung statt - indem er die fröhliche, phantasievolle Sabeth kennenlernt und das Schicksal ihm selbst feindlich wird, merkt er, dass ein Mensch nicht nur vernünftig sein kann, dass sich der Mensch nicht alles erklären kann.

Meine Meinung:

Ach... was soll ich schon groß zu diesem Buch sagen. Das Buch ist ein Weltbestseller, in allen möglichen Sprachen übersetzt und jeder einzelne Satz ist bereits totinterpretiert worden. Aber ich muss es einfach sagen: Dieses Buch ist SO VERDAMMT SCHÖN.
Zugegeben, das Buch fängt extrem trocken an. Aber mit jeder Seite wird es besser. Ich habe es damals für die Schule lesen müssen und habe es innerhalb von 3 Tagen verschlungen - Ich glaube mit dem Vorleser zusammen waren es die besten Bücher, die ich je in der Schule gelesen habe.
Obwohl sich die Geschichte hauptsächlich um die Reise von Faber und Sabeth dreht, sticht die Liebe zwischen ihnen kaum heraus, sie hält sich dezent im Hintergrund. Das Interessante an diesem Buch ist die Ansicht Fabers zu den Dingen und die Entwicklung seiner inneren Einstellungen. Gerade ich, die ja fast nur mit Rationalisten zusammenlebt, schöpfe aus diesem Buch sehr viele Weisheiten, denn Fabers starr naturwissenschaftliche Weltansicht bricht nach und nach zusammen. Es kann nicht gut gehen, wenn ein Mensch nur rational denkt, auch wenn heutzutage alle Menschen nahezu nach Vernunft und Intelligenz schreien. Am Ende ergreift auch ihn sein Leben mit Wehmut, als hätte er es verschwendet. Es zeigt ganz klar eine Kritik gegenüber den Idealen des modernen Menschen.
Alles ist so detailliert und liebevoll beschrieben, dass einem alles nur so entgegenfliegt. Die Geschichte ist zwar vollkommen skurril, aber sie kommt einem nahe, Frisch hat es einfach geschafft, seine Figuren zum Leben zu erwecken. Während Faber anfänglich noch unheimlich arrogant und unsensibel wirkt, verfällt man mit der Zeit doch seiner Art. Irgendwann merkt man einfach, dass er dieses Weltbild nicht mehr aufrecht erhalten kann und empfindet zunehmend Sympathien, was sich bis zum Ende des Buches steigert - am Ende empfindet man einfach nur noch unendliches Mitleid mit dem Protagonisten, wenn das Schicksal seinen Lauf nimmt und einem die letzten tragischen Seiten die Tränen in die Augen katapultieren.
Sabeth, ein Wirbelwind, eine unheimlich liebevolle Person, die man sofort ins Herz schließt. Sie ist stets optimistisch, phantasievoll, wild und lebendig, ein wunderschöner Kontrast zu dem, fast schon ergrauten Faber. Und bei ihr das Gleiche. Man will einfach nur weinen.
Es ist ein Buch über menschliches Versagen, über die Macht des Menschen zur Natur, über Rationalität und deren Sinn, oder Unsinn, über Mythos und das alles ist verpackt in einer Tragödie, die einfach nur herzergreifend ist.

Fazit und Bewertung:

Homo Faber ist Weltliteratur und ich kann es nur nachvollziehen. In einer Welt voller Technik und Fortschritt, in der wir leben, braucht man auch mal eine Bremse, eine Pause von all dem "Wunder" und man muss sich auch immer wieder klar werden, dass der Mensch auch ein Teil der Natur ist. Ich finde, Frisch ist eine unheimlich gute und interessante Art gelungen, den modernen Menschen zu hinterfragen - allerdings ist das Buch definitiv nichts für jeden, denn der Stil gestaltet sich etwas trocken und altbacken, was auch auf das Entstehungsjahr zurückzuführen ist.
Das Buch strengt einen geistig an, es ist kein Buch, das man mal so nebenbei lesen kann. 

4,5 von 5 Punkten ! <3



Frankfurter Buchmesse - meine TIPPS für Samstag

0
COM

Endlich ist es wieder soweit! Nächste Woche beginnt die Frankfurter Buchmesse, am Mittwoch bis Freitag erst nur für Fachbesucher, wochenends dann auch für privatbesucher. Dieses Jahr hat sich die FBM einen ganz tollen Ehrengast ausgesucht: Finnland! Eines der schönsten, naturbelassendsten Länder mit herausragenden Krimi- und Thrillerautoren. So sehr ich auch gerne länger hingehen würde, die Zeitnot macht sich bei mir zu schaffen. Dummes Abitur!

Daher werde ich nur Samstags erscheinen.

Wer ist denn noch am Samstag alles dar?
Viel Spaß beim Stöbern!

[Rezension] Extrem Laut & Unglaublich Nah

0
COM
Heute einmal eines meiner absoluten Lieblinge. Ich will es gar nicht zusammenfassen, denn dafür ist es viel zu schön. Aber soviel kann ich sagen: ein grandioses Meisterwerk, das mit Stimmung, Farben, unverbrauchtem Stoff und sehr vielen Emotionen den Leser zum Weinen bringt.

Klick aufs Bild!
Autor: Jonathan Safran Foer
Titel: Extrem laut & unglaublich nah
Originaltitel: Extremely loud & incredibly close
Verlag: Fischer Verlag
Seiten: 480
ISBN: 978-3596169221
Klappentext: 
"Oskar Schell ist altklug und naseweis, hochbegabt und phantasievoll. Eine kleine Nervensäge, die schon mit neun Jahren eine Visitenkarte vorweist, auf der er sich als Erfinder, Schmuckdesigner und Tamburinspieler ausweist. Vor allem aber ist Oskar todtraurig und tief verstört. Nachdem sein Vater beim Angriff auf das World Trade Center ums Leben kam, will er herausfinden, warum Thomas Schell sich ausgerechnet an diesem Tag dort aufhielt. Mit seinem Tamburin zieht Oskar durch New York und gerät in aberwitzige Abenteuer."